Im Toprope bietet das verdrehen der Seilstränge zu einem “Seilzopf” eine gute Alternative zur Sicherung eines Kletterpartners bei großem Gewichtsunterschied. Dieses Problem haben beispielsweise viele Paare, wenn eine leichte Frau ihren Freund oder Mann sichern möchte.
Die wohl verbreitetste und gleichzeitig am häufigsten falsch durchgeführte Methode zur Sicherung eines Kletterpartners bei großem Gewichtsunterschied ist die Fixierung des Sichernden mit einer Selbstsicherung. Korrekt durchgeführt, stellt diese Methode jedoch eine gute Möglichkeit zur Sicherung eines schwereren Kletterpartners dar.
Die “Lenzburger Methode” bietet eine weitere Alternative zur Sicherung eines Kletterpartners bei großem Gewichtsunterschied. Hierbei macht man sich die durch Seilreibung entstehende Bremswirkung zur “Reduzierung des Gewichtsunterschieds” zu nutze.
Die korrekte Haltung der Bremshand bei der Halbmastwurfsicherung (HMS) wird häufig diskutiert. In Deutschland lautete die offizielle Lehrmeinung des DAV lange die Bremshand bzw. das Bremsseil parallel zum Lastseil (“oben”) zu halten. In Österreich gilt die Lehrmeinung des OeAV, das Bremsseil von unten in den Halbmastwurf laufen zu lassen. (Im aktuellen DAV Ausbilderhandbuch werden beide [weiterlesen...]
Wem die “Fixpunktsicherung mit Halbmastwurf” nicht liegt, der kann bei großem Gewichtsunterschied auch eine Tube zur Sicherung über einen Fixpunkt verwenden. So ist es auch einem leichten Sichernden möglich einen schweren Kletterpartner zu sichern.
Bei großem Gewichtsunterschied der Kletterpartner kann ein leichter Sicherer seinen schweren Kletterpartner nicht mehr sinnvoll Sichern. Hier bietet sich die Verwendung der Halbmastwurf-Sicherung (HMS) über einen Fixpunkt an.